Motorradtour zum Edersee – Juli 2020

Wie jedes Jahr ist unsere Motorradgruppe wieder unterwegs. Dieses Jahr geht es nach Edersee / Waldeck. Dort ist einer unserer Mitfahrer aufgewachsen. Schon lange will er uns seine Heimat zeigen. Dieses Jahr ist es so weit.

Der Edersee ist ein Stausee in einer herrlichen Landschaft. Von München aus rund 500km nach Norden, ein kleines Stück südwestlich von Kassel. Der Ederstausee ist mit 11,8 qkm Fläche der zweitgrößte Stausee in Deutschland. Hinter der 48 m hohen Edertalsperre schlängelt er sich nach Westen zwischen die Hügel.

1914 wurde die Talsperre fertiggestellt. 900 Menschen mussten dafür umgesiedelt werden. Der Ederstausee stellt heute die nördliche Begrenzung des Nationalparks Kellerwald-Edersee dar.

Während des Zweiten Weltkrieges, in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 wurde die Staumauer durch ein britisches Geschwader von Lancaster-Bombern mit speziellen Rollbomben stark zerstört. Etwa 2000 Menschen kamen dabei ums Leben. Die teilweise Zerstörung war für die Alliierten Mächte ein großer Erfolg.

Zu etwas freundlicherem: Rund um den Ederstausee gibt es nicht nur schöne Landschaft, es gibt auch schöne Städte. Eine davon ist Fritzlar.

Unser einheimischer Führer hat uns natürlich mit einem vollständigen historischen Datensatz versorgt und uns in die Geschichte eingeführt. Sehr viel besser, als ich das hier kann. Deshalb empfehle ich euch u.a. mal bei Wikipedia nachzulesen. Insbesondere zur Geschichte von Bonifatius. das ist der grobschlächtige Herr mit der Axt auf dem Foto! https://de.wikipedia.org/wiki/Bonifatius

Zum Foto: Bonifatius ist natürlich kein Motorradfahrer, aber unsere Motorräder standen neben ihm. Gut von ihm beschützt! 🙂

Bonifatius ist berühmt geworden, als er 723 die dem Gott Donar geweihte Donareiche fällte. Diese stand dort, wo Bonifatius heute steht und wurde seit langem heidnisch verehrt. Bonifatius entschloss sich, diese Eiche zu fällen und damit zu beweisen, dass die heidnischen Götter nicht existierten. Die zahlreichen Zuschauer dieser Aktion, erwarteten gespannt die Reaktion der germanischen Gottheit Donar, dem die Eiche geweiht war. Dass diese ausblieb, beeindruckte sie wohl tief.

Neben Fritzlar besuchten wir auch Bad Wildungen und natürlich den Nationalpark und einige anderen Orte in der Nähe.

Und auf dem Rückweg gab es noch einen kurze Stopp in Rothenburg.

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